Historie

Krisensicher, veränderungsbereit und immer den Kunden im Fokus

Der Beginn einer Münchner Erfolgsgeschichte

München, Anfang des 20. Jahrhunderts: Im Haus- und Grundbesitzerverein gibt es ein brennendes Diskussionsthema. Da nicht jedes Haus eigenfinanziert ist benötigen zahlreiche Hauseigentümer eine zweite Hypothek. Die bestehenden Banken stellen sich taub und verweisen auf private Geldverleiher, die die Betroffenen durch Wucherzinsen in einen Abwärtsstrudel ziehen.

Josef Humar, Mitglied des Vereins (ab 1906 1. Vorsitzender), denkt darüber nach wie geholfen werden kann. „Der Gedanke, die ungeheure Wirtschaftsmacht des deutschen Hausbesitzes als mitsprechenden Faktor einzusetzen, packte mich sofort." Das ist der Beginn einer Münchner Erfolgsgeschichte.

Am 26. Oktober 1908 wird die Bank für Haus- und Grundbesitz in München e.Gen.m.b.H. gegründet. Für die wirtschaftliche und finanzielle Sicherheit der Münchner Hausbesitzer eine entscheidende Weichenstellung.

Die Mitglieder, alles Repräsentanten des Münchner Mittelstandes, bilden das Fundament des neugegründeten Kreditinstituts, welches ihren Kunden eine zweite Hypothek zu annehmbaren Konditionen anbietet. Den Sitz hat die Bank bis heute im selben Haus wie der Haus- und Grundbesitzerverein, in der Sonnenstraße im Herzen Münchens.

Krisensichere Bank

Der erste Weltkrieg bricht aus – Der damalige Bankdirektor und Mitbegründer der Hausbank München, Ludwig Kammerecker lenkt das Kreditinstitut strikt nach den Geschäftsprinzipien durch diesen und die folgenden Zeiten. Das Direktorium widersteht allen „verlockenden Angeboten". Auch jenem, die Bank in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Die Genossenschaft müsse „zum Nutzen des Hausbesitzerstandes erhalten bleiben". Selbst die Folgen der Weltwirtschaftskrise von 1929, an der andere deutsche Kreditinstitute scheitern, übersteht die Bank „vollkommen intakt". Das Fernhalten von jeglicher spekulativer Tätigkeit, intensiviert die Vertrauensbildung des immer größer werdenden Kundenkreises.

Überlebenskampf

Im Jahr 1933 folgt Karl Schweigart auf Kammerecker als neuer Bankdirektor. Er verschafft der Bank im Jahr 1936 die Aufnahme in den Bayerischen Genossenschaftsverband, in dem auch die Volks- und Raiffeisenbanken ihre Heimat haben. Der Zweite Weltkrieg bereitet der Hausbank zusätzliche Schwierigkeiten, da die Reichsregierung droht Banken zu schließen. Direktorium und Belegschaft kämpfen um die Existenz der Bank und bewältigen auch diesen Kraftakt. Auch während der schweren Luftangriffe auf München ab 1942 halten sie die Stellung. Selbst als das Gebäude in der Sonnenstraße schon zerbombt ist, sind sie täglich für ihre Kunden da.

Nachkriegszeit

Erst bei Kriegsende offenbart sich das gesamte Ausmaß der Zerstörung Münchens. Viele haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren, ein großer Teil der Gebäude sind zerstört. Auch das Bankhaus in der Sonnenstraße liegt nach schweren Luftangriffen im April 1944 in Schutt und Asche. Umso dringender ist die Wiederherstellung der geschäftsmäßigen Ordnung in der Bank. Am 06. Februar 1946 ist die satzungsmäßige Ordnung der Genossenschaftsbank wieder voll funktionsfähig. Die anstehende Währungsreform bringt Bankkunden wie Banken in eine kritische Situation, birgt aber auch Chancen. Bereits ab Juli 1948 verzeichnet die Hausbank eine außerordentliche Nachfrage nach Darlehen und Krediten für den Wiederaufbau und die Instandsetzung.  Alles in allem weitet sich das Geschäft der Hausbank beträchtlich aus.

Ab 1945 wird gemeinschaftlich mit Haus & Grund München und der Hausbesitzer-Versicherung das Gebäude in der Sonnenstraße wieder aufgebaut und das nicht ganz so schwer beschädigte Rückgebäude in der Herzog-Wilhelm-Straße saniert.

Neue Zeiten brechen an

Über 25 Jahre gestaltet Georg Winkler zwischen 1965 bis 1990 in seiner Funktion als Vorstandssprecher die Hausbank München maßgeblich und hat einen bis heute spürbaren Fußabdruck hinterlassen. Er übergibt im Jahr 1990 den Staffelstab als Vorstandssprecher an seinen Vorstandskollegen, dem promovierten Betriebswirt Dr. Hans Birkmeier, der seit 1974 Mitglied des Vorstands ist. Ein Netzwerker und Befürworter des intensiven und sozialen Kundenkontakts. Sein Credo, dass Mitarbeiter der entscheidende Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg sind, macht sich anhand der Bilanzsumme, die sich nahezu verdoppelt hat bemerkbar. Zum 90-jährigen Bestehen der Bank stellt der Prüfungsverband, als Dr. Birkmeier bereits pensioniert ist „Fehlentwicklungen in der Steuerung der Bank" fest und wird wieder zurückgeholt. Durch eine Sanierungsbürgschaft des Sicherungsfonds gelingt es, die solide Geschäftspolitik der Bank wieder auf Kurs zu bringen.

Nicht nur Bankhaus, auch Softwarehaus

Zusätzlich zum Bankenkerngeschäft bietet die Hausbank seit den 1970er Jahren den Hausverwaltungen eine im Haus konzipierte und entwickelte Verwaltersoftware an, die bereits ein Jahr später für über einer halben Million Wohneinheiten genutzt wird. Tendenz steigend. Mit VS3 beweist die Hausbank ihr Spezialistentum als Spezialbank rund um Immobilien.

Ausrichtung auf eine erfolgreiche Zukunft

Aufgrund drastischer Verschärfung des Wettbewerbs und zunehmend gesetzlicher Reglementierung, werden die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft immer schwieriger. Vorstand Zeyda setzt auf Veränderungsbereitschaft und damit den Fokus auf die Kernkompetenzen der Hausbank: „Wir verstehen uns als Bank mit der besonderen Expertise für Immobilien, für die Vermögensanlagen privater Kunden und für die professionellen Immobilienverwalter."

Die Strategie geht auf: 2007 überschreitet die Hausbank München erstmals das Bilanzsummenziel von 1 Milliarde Euro und zählt damit in ihrem Jubiläumsjahr zu den größten Genossenschaftsbanken in Bayern. Die neue strategische Ausrichtung soll sich auch im Ambiente der Geschäftsräume widerspiegeln. Zum hundertjährigen Bestehen öffnet die Bank in ihrem Hauptgebäude in der City die neuen großzügigen Beratungsräume der Hausbank.

Bank über mehrere Generationen

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Bank immer weiter vertieft. Als im Spätsommer 2008 die globale Finanzmarktkrise in Deutschland voll aufschlägt, steht die Hausbank München wie ein ruhender Fels in der Brandung: Die Kundeneinlagen sind in vollem Umfang geschützt. Ebenso auch die Kautionskonten, die in 2018 ein Volumen von 1,580 Millionen betrugen und sich damit innerhalb von 7 Jahren fast verdoppelt haben.

Mit neuer Führungsriege der Zukunft zugewandt

Nachdem Franz Zeyda 2018 und Josef Schraufstetter 2019 als langjährige Vorstände in den Ruhestand gehen, ist deren Devise Wirklichkeit geworden: „Mit unserem bedarfsgerechten Dienstleistungsangebot werden wir auch in Zukunft unsere Kunden in diesem dynamischen Markt der Immobilienwirtschaft in jeder Hinsicht unterstützen, ganz im Sinne unseres Gründers Josef Humar."  

Der Aufsichtsrat bestimmt 2018 die Herren Peter Sedlmeir, Rudolf Naßl und Michael Obermayer als neue Vertreter des Vorstandes.

Die neuen Zeiten sind geprägt von Negativzinsphasen, digitalem Wandel und Änderung der Bankenlandschaft durch Fintechs, Proptechs ebenso wie durch stringent sich weiter verschärfenden regulatorischen Vorgaben.

Die kaufmännische Branchensoftware VS3 erhält 2019 durch das CRM-Tool VS3+ mit integriertem Kundenportal eine sinnvolle Ergänzung.

Mit der neuen Softwaregeneration für die Verwaltung von größeren Mietkautionsbeständen, komplettiert HB-Kautionen im Jahr 2021 vorerst die bankeigene Software-Familie und löst das Tool Kautions-Service Online ab.

Herausforderung Covid-19-Pandemie

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zeigt sich die seit mehr als hundert Jahren umsichtige, krisenresistente Arbeitsweise Innerhalb Rekordzeit werden alle 250 Mitarbeiter auf mobiles Arbeiten umgestellt und somit die Handlungsfähigkeit im Sinne der Bank und unserer Kunden sichergestellt. Im November 2020 betritt die Bank Neuland: Die erste digitale Vertreterversammlung findet statt.
 
Während der Pandemie ist die Nachfrage nach der Verwaltersoftware VS3 mit dem dazugehörigen CRM-Tool VS3+ deutlich gestiegen. Denn auch Verwalter müssen ihren Geschäftsbetrieb sicherstellen und pandemie-bedingten Vorgaben seitens der Regierung umsetzen. Die Kommunikation mit Eigentümern und Mietern findet über das VS3+ Kundenportal statt.

Heute ist die Hausbank München DIE Spezialbank für Immobilienbesitzer und die Immobilienwirtschaft und folgt dem Credo „Alles rund um die Immobilie“. Die Vorstände Peter Sedlmeir und Rudolf Naßl haben erreicht, dass die Hausbank München heute auf Platz 5 der größten Genossenschaftsbanken in Bayern steht.
Und der ursprüngliche Gründungsgrund „Hypotheken für Hauseigentümer“ trägt weiterhin Früchte: Im Jahr 2020 überschreitet die Hausbank erstmalig die Grenze von 1,8 Mrd. Euro Kreditvolumen.

Weil persönliche Beratung wertvoll ist