Vermögen übertragen: Wenn schon, dann aber richtig!

Die Hausbank München weiß Bescheid und macht ihre Kunden gescheiter. Dieses Mal hat sie im Rahmen ihrer erhellenden Vortragsreihe zu einem generationenübergreifenden Thema geladen: Vermögen richtig übertragen. Wenig verwunderlich war mit „richtig“ steueroptimiert gemeint und noch weniger verwunderlich: Trotz Biergartenwetters hat das heiße Thema den Saal bestens gefüllt.

Josef Sperl

Dem Abteilungsleiter der Hausbank Josef Sperl wurde die Ehre übertragen durch den Abend zu führen. Er kam seiner Aufgabe nach, indem er gleich mit einem Schocker ins Thema einstieg – dem enormen Anstieg der Schenkungs- und Erbschaftssteuerzahlungen. Die Politik ist ihrem Versprechen einer Reduktion nicht nachgekommen, was wenig verwundert bei derzeit 6,1 Mrd. € Einnahmen für den Fiskus aus der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Das macht 10% des gesamten Steueraufkommens aus. Doch wusste Herr Sperl nicht nur zu schockieren, sondern sogleich auch für Abhilfe zu sorgen. Die frühzeitige Vermögensübertragung birgt nämlich erhebliche Vorteile, einige Gestaltungsmöglichkeiten und die Mehrfachnutzung von Freibeträgen, konnte er beruhigend verkünden.

Vermögensübertragung, Testament und Nachfolgeplanung, für diese Themen ist Herr Haubner seit Jahren ein allseits anerkannter Spezialist. Auch er sorgte erst kurz für sorgenvolle Blicke bei den Anwesenden. Denn er schilderte, wie teuer eine ungeregelte Übertragung für die Erben werden kann. Er wies auch noch auf den besonderen Anstieg der Schenkungs- und Erbschaftssteuer im Raum München hin, der Hand in Hand geht mit jenem der Immobilien- und Grundpreise. Dann packte er die Zauberkiste aus. In dieser befand sich eine Vielzahl von Maßnahmen zur deutlichen Reduktion von Steuerzahlungen. Sehr anschaulich setzte er jede einzelne den Anwesenden auseinander. Dabei erwähnte er nur solche Maßnahmen, die dem Übergeber jederzeit jegliche Entscheidungsrechte belassen. Herrn Haubners Expertise, die er an diesem Abend freimütig teilte, beinhaltete auch noch weitere wichtigen Themen wie Vermächtnis, Testament und Auslandsvermögen.

 

Gar nicht bieder übernahm dann Frau Biedermann von der R+V das Ruder der Vortragenden. Sie ging die Sache lösungsorientiert an und präsentierte sogleich eine Lösung, die es Großeltern oder Eltern ermöglicht, Barvermögen anzulegen und auf die nachfolgende Generation zu übertragen. Aber nicht irgendwie, sondern so, dass der Wertzuwachs völlig einkommensteuerfrei bei Fälligkeit an den Begünstigten ausbezahlt wird. Frau Biedermann blieb dabei dem eingeschlagenen Kurs ihres Vorredners treu, der besagt, dass der Schenkende bis zuletzt die volle Verfügungsgewalt über das Barvermögen haben muss und dabei völlig flexibel reagieren kann.

 

Als sich der Abend seinem Ende zuneigte, war den Teilnehmern nicht nach Ruhe zumute. Vielmehr waren sie voller Tatendrang und konkreter Fragen, auf die sie bei einem gepflegten Glas Antworten von Fachmännern und /-frauen bekamen. So hatte der Abend doch noch etwas von einem Biergartenbesuch – nur statt an einem Ort zu sein, an dem viel Fassungsvermögen getragen wird, hatte hier am Ende jeder eine Vorstellung, wie Vermögen richtig übertragen wird.