Generationswechsel beim Mehrfamilienhaus: „Fullhouse“ in der Hausbank München

Knapp 100 Mietshauseigentümer füllten am 8. Mai 2019 den Saal der Hausbank in der Sonnenstraße bis auf den letzten Platz. Gebannte Spannung lag in der Luft, eine Mischung aus banger Vorahnung und hoffnungsvoller Vorfreude. Was war geschehen? Die Hausbank hatte zu einem Vortrag zu dem hochinteressanten Thema des Generationswechsels beim Mehrfamilienhaus geladen und direkt die drei apokalyptischen Reiter in eine Frage verpackt: vererben, verschenken oder verkaufen?

Der Vortrag begann mit einigen Schwächen. Und zwar jener der Konjunktur und der schwachen Stimmung im Industriesektor. Kompetent und inhaltlich stark führte Fabian Jäger, Abteilungsleiter der Hausbank, den Anwesenden die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen vor Augen, innerhalb derer sie sich bewegen.

Patrick Schönleiter, Geschäftsführer des Münchner Unternehmens Bosseler & Abeking stellte elegant und schnörkellos den Übergang zum Immobilienmarkt her. 18 und 38 waren zwei der erstaunlichen Zahlen, die Herr Schönleiter preisgab. Von der kleineren auf die größere Zahl stieg im letzten Jahrzehnt das durchschnittlich aufgewendete Vielfache der Jahresmiete beim Ankauf eines Mietshauses.

Die Möglichkeit einer Zinserhöhung und einer damit einhergehenden Trendumkehr nicht außer Acht lassend, kam Herr Schönleiter zügig zum Kernthema. Die mit der Marktentwicklung einhergehende deutlich erhöhte Steuerlast bei Schenkung und Erbschaft. (Veranschaulicht an dem beispielhaften Fall eines Mietshauses aus der Jahrhundertwende in München.)

Der Saal wäre nicht so brechend voll gewesen, wäre es nur um eine Beschreibung des Istzustandes gegangen. Die Herren Schönleiter und Jäger wussten Rat und gaben ihn weiter: Der eine Teil der Lösung sind die attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten der Steuer durch die Hausbank. Der andere Teil ist eine im Vorfeld steueroptimierte Lösung die eine teilweise Übertragung/Schenkung mit wertminderndem Nießbrauch und Rückforderungsrecht.

Wenn ein Erhalt der Liegenschaft nicht gewollt oder nicht möglich ist, dann gilt es einen Verkauf vorausschauend und mit kompetenter Hilfe zu planen, wusste Herr Schönleiter aus seiner Erfahrung beizusteuern.

Das Thema der Auswirkung der Erhaltungssatzung brannte vielen Anwesenden unter den Nägeln. Herr Schönleiter ging in einem Exkurs auch darauf ein und beantwortete nach dem offiziellen Teil mit den Experten der Hausbank alle offen gebliebenen Fragen.

So waren am Ende alle Unklarheiten beseitigt, mögliche Lösungswege aufgezeigt und so mancher Generationswechsel-Plan in der Schmiedephase. Und weil Wissen Macht ist und hungrig macht, kam das kleine, sehr feine Buffet allen gerade recht.